Fast Food Test – Heute: Jack In The Box

Wer kennt sie nicht: die berühmte Szene aus Pulp Fiction in der Samuel L. Jackson und John Travolta die Typen beim Burgerfrühstück aufmischen. Im Rahmen dieses Gesprächs wird auf vier Burgerketten verwiesen: Mc Donalds, Burger King, Wendy´s, Jack In The Box und schließlich Big Kahuna Burger.

Da Big Kahuna Burger leider nicht existiert, Mc Donalds und Burger King scheiße und in Deutschland erhätlich sind, bleiben also nur noch Wendy´s und Jack In The Box. Letztere konnte ich nun auf meinem Weg nach New Orleans testen. Ja, richtig, der Santos kommt rum.

Dazu muss ich entschuldigend hinzufügen, daß ich bereits seit gestern (20.) in New Orleans befinde, aber das WiFi des Hotels hatte seine Macken. Deshalb wird das jetzt alles mit Verspätung nachgereicht. Zudem war ich heute (21.) den ganzen Tag im French Quarter untergwegs und habe wild um mich geschossen, aber dazu in dann später mehr.

Also: für stolze 6,38$ gibt es das Menü, bestehend aus Pommes, Softdrink nach Wahl mit Refills und (Achtung, jetzt kommts) dem Outlaw! Wenn das mal kein Name für einen Burger ist.

Die Pommes sind überraschend gut. Knackig, heiß, nicht zu stark gesalzen und nicht pappig.

Um den Softdrink einzuschenken musste Herr Santos seinen ganzen Mut aufbringen, denn er hat sich ca. 600ml Strawberry Fanta eingefüllt. Schon beim zapfen wundert es mich, daß der Becher nicht schmilzt, denn das Zeug sieht aus wie frisch aus Fukushima eingeflogen. Ich kann es in dem romantisch beleuchteten Familienrestaurant zwar nicht sehen, aber ich bin mir sicher es leuchtet im Dunkeln (ich habe später auch meinen Urin überprüft, zu sehen war da nix, auch wenn ich mir sicher bin, daß, wenn ich ein Pröbchen an ein Labor geschickt hätte, Jan Ullrich anerekennend gepfiffen hätte). Eine stark rot leuchtende Flüssigkeit mit an Erdbeeren nur in weiter Ferne und mit viel Wohlwollen erinnernden Geschmack, die an den Eiswürfeln hängen bleibt. Egal, ich habe ja eine gute Auslandskrankenversicherung und wohne in der Nähe einer Dialyse…

Schließlich der Burger. Autsch. Um an meine anfängliche Anlehnung an Pulp Fiction anzuknüpfen: hätten besagte Herren einen Outlaw von Jack In The Box gegessen, hätten sie vermutlich darum gebettelt, daß Herr Jackson nicht so viel Zeit mit Schnacken verplämpert, sondern endlich den Abzug betätigt, um sie von dem Geschmacksmartyrium zu erlösen. Bah! Was ein Crap. Im krassen Gegensatz zu Whataburger schmeckt der Burger so wie er aussieht. Das Brötchen ist pappig. Das Fleisch hat keinen Eigengeschmack und dient wohl nur dazu, dem ganzen etwas Konsistenz zu verleihen. Das wäre halb so schlimm, wenn wenigstens die BBQ Soße etwas Geschmack besäße. Aber auch hier: Fehlanzeige. Selbst die Zwiebelringe schmecken kaum nach etwas und die sind wirklich schwer zu versauen. Der auf dem Produktfoto so ansehnlich aussehende Bacon ist hart, kalt und, bis auf die Ränder, fast verbrannt. Das Einzige, was an dem Teil frisch wirkt und über Geschmack verfügt, ist der Salat. Langsam dämmert mir, warum das Ding Outlaw heißt.

Fazit: wer Pommes mag, kann hier gern mal vorbei schauen, Getränke sind eh überall gleich (siehe Whataburger), aber das Geld für den Burger kann man lieber Spenden oder besser noch essen, denn ich könnte wetten, daß selbst Dollarnoten mehr Gechmack besitzen als dieser Haufen Müll!

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